01.10.2020 10:22
von Reinhild Berger

Jüngere und Ältere - eine Wertegemeinschaft

Älter als 65 Jahre – das ist jeder fünfte Mensch in Deutschland. Durch die steigende Lebenserwartung wächst weltweit die Zahl der körperlich und geistig fitten Älteren. Seit 1990 gibt es den UN-Beschluss jeweils am 1. Okt. eines Jahres dieser Bevölkerungsgruppe eine größere Aufmerksamkeit zu widmen.

Der Kreisvorsitzende der Senioren-Union Enzkreis-Pforzheim der CDU, Klaus de Jong, weist darauf hin, dass viele ältere Menschen heutzutage aktiv im gesellschaftlichen und auch wirtschaftlichen Leben stehen. Sie sind gesünder, gebildeter und vitaler als früher. Viele wollen ihren Erfahrungs- und Wissensschatz mit den jüngeren Generationen teilen, aber auch dazulernen, sowie die Chancen der Digitalisierung besser nutzen.

Zugleich wollen sie fit und gesund bleiben. Sie wollen ihr Leben nicht nur genießen, sondern sich auch sozial einbringen. Von den rund 30 Millionen in Deutschland ehrenamtlich Tätigen zählen sehr viele zur Gruppe der Rentnerinnen und Rentner.

Die Corona-Krise hat Menschen ab 60 Jahren automatisch zur „Risikogruppe“ innerhalb unserer Gesellschaft erhoben. Dies geschah in guter Absicht und zum Schutz der Älteren. Zugleich sollte dabei immer das Selbstbestimmungsrecht gewahrt bleiben. Insbesondere Pflegebedürftige und Wohnende in Heimen sollten am sozialen Leben bestmöglich teilhaben können – selbstverständlich unter Berücksichtigung der Pandemie-Regeln.

Wichtig ist die Sicht der meisten Älteren, dass jeder Mensch unabhängig vom Alter in unserer Gesellschaft Respekt, Schutz und Anerkennung erfahren soll. Ebenso wichtig ist es den Älteren, in Würde altern zu dürfen, im Vertrauen auf ein zuverlässiges Gesundheits- und Sozialsystem. Beides sind Ziele, die täglich mit Leben erfüllt werden wollen. Sie stellen Herausforderungen für unsere menschliche Gemeinschaft dar.

Die Politik ist gefordert – aber auch jeder und jede Einzelne kann sich täglich einbringen und z. B. anderen Mitmenschen, ihren besonderen Bedürfnissen entsprechend, Wertschätzung zeigen –nicht nur am 1. Oktober.

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