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Die CDU konnte bei der Landtagswahl erhebliche Zugewinne verzeichnen.

7. April 2026
von Klaus Keller

0, so fasste Justizministerin Marion Gentges das Ergebnis der Landtagswahl zusammen. Die CDU hat sowohl bei den Erststimmen (+ 10,2 %) als auch den Zweitstimmen (+ 5,6 %) deutliche Zugewinne zu verzeichnen und liegt lediglich – aber letztlich entscheidend – bei den Zweitstimmen mit 27.279 Stimmen (0,5 %) hinter den Grünen. Insgesamt haben die Grünen 2,4 % weniger Stimmen erhalten. Wir haben 56 von 70 Wahlkreisen direkt gewonnen, die Grünen lediglich  13. Die Zuspitzung des Wahlkampfes auf das Duell CDU-Grüne hat letztlich dazu geführt, dass die SPD nur noch auf 5,5 %  und die FDP nicht mehr in den Landtag kam. Die Linken haben wiederum keine Mandate errungen.

Die CDU hat ein sehr differenziertes Ergebnis erreicht: in den Groß- und Universitätsstädten sowie deren Einzugsbereich liegt sie hinter den Grünen und bei den Jungen Wählern ebenfalls. Beim Alter 60 + konnte sie zusätzlich punkten und liegt deutliche vorne. Das sehr knappe Ergebnis bei den Zweitstimmen führt zu einem Mandatspatt (56) zwischen CDU und den Grünen.  Lediglich der knappe Stimmenvorsprung (+0,5 %) ermöglicht  den Grünen die Anwartschaft auf den Ministerpräsidenten. Dabei darf man nicht aus dem Blickwinkel verlieren, dass die CDU aufgrund dieses Ergebnisses eine sehr starke Position bei den Koalitionsverhandlung haben wird. Dass der Grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir  deutlich in die politische Mitte rückte und Themen der CDU aufgriff, obwohl sie nicht unbedingt der Grünen Zielsetzung entspricht, kann der CDU nicht schaden. Die bisherigen, wenigen Äußerungen aus den Sondierungsgesprächen deuten darauf hin, dass die Grünen eher zu einem unbestimmteren Koalitionsvertrag tendieren, während die CDU konkrete Ziele verfolgt.

Marion Gentges zeigte sich optimistisch, dass trotz der immer noch vorhandenen CDU-Zurückhaltung aufgrund einiger Wahlkampfereignisse ein Koalitionsvertrag zustande kommt und es möglich sein wird, dass am 12. Mai ein neuer Ministerpräsident gewählt werden kann.

Bei der anschließenden Diskussion wurden sowohl die Auswirkungen der verschiedenen Videos aber auch die Äußerungen der MIT während und nach dem Wahlkampf erörtert. Marion Gentges zeigte sich dankbar über ihr persönliches Ergebnis im Wahlkreis Lahr mit einem Zugewinn von mehr als 16 % bei den Erststimmen, obwohl auch in ihrem Wahlkreis – insbesondere in Lahr – die AfD mehr als 10 % Zuwachs hatte und teilweise bei über 40 % liegt. 

 

 

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