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Das Europa-Parlament in Straßburg

Die Senioren-Union Stuttgart in Straßburg

10. Juni 2026
von Bernhard Herp
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Die Besuchergruppe der Senioren-Union Stuttgart in Straßburg

Auch 2026 machte die Senioren-Union Stuttgart wieder einen Tagesausflug. Diesmal führte uns der Weg nach Straßburg. Unter dem Titel „Die Kraft in Europa“ hatte die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Reise ins Europäische Parlament organisiert und angeboten. Am 28. April ging es morgens in Stuttgart mit dem Bus los. In Straßburg angekommen, stärkten wir uns erst einmal mit einem Mittagessen im „Le Männele“, einem netten Restaurant mit Biergarten und typisch elsässischer Küche, ganz in der Nähe des EU-Parlaments. Von dort ging es zu Fuß zum Parlament. Nachdem wir die typischen Sicherheitskontrollen durchlaufen hatten, führte uns eine Mitarbeiterin von Frau Prof. Dr. Wechsler in einer kleinen Besichtigungstour durch das Gebäude. Schier die Größe des Gebäudes und die täglichen Massen an Besuchern waren allein schon sehr beeindruckend. In einem Besucherraum trafen wir dann auf Frau Prof. Dr. Andrea Wechsler die als Nachfolgerin von Rainer Wieland Mitglied des EU-Parlaments wurde. Sie gab uns einen sehr interessanten Einblick in ihre Arbeit und in die Arbeitsweise des Parlaments. Sie schilderte ihre Aufgabe als zwar hochinteressant und erfüllend, aber auch als anstrengend. Insbesondere die Wechsel zwischen den Parlamenten in Brüssel und Straßburg, die Sitzungen mit anderen Fraktionen der EVP, die notwendigen Besuche in ihrem Wahlkreis und die Abstimmungen mit ihrer Familie, erfordern viel Disziplin, gute Organisation und genaue Absprachen. Aber es wurde auch deutlich, dass Frau Wechsler diese Aufgabe sehr viel Spaß macht.

Zum Abschluss durften wir noch eine halbe Stunde bei einer Parlamentsdebatte im Parlamentssaal zuhören. Das allerdings war sehr ernüchternd. Es waren nur sehr wenige Parlamentarier anwesend. Das Thema im weitesten Sinne „Sicherheit im Netz“ wurde eher sehr trocken behandelt. Interessant die unterschiedlich vorgegebenen Redezeiten, von einer Minute bis zu 10, offensichtlich je nach Bedeutung der Redner, streng oder weniger streng ausgelegt.

Danach ging es wieder mit dem Bus zurück nach Hause, wo wir gegen 19 Uhr wohlbehalten ankamen.
Ein lohnenswerter Ausflug mit vielen interessanten Eindrücken lag hinter uns.

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