Am Anfang der Veranstaltung, zu welcher zahlreiche Besucherinnen und Besucher erschienen waren, begrüßte der Kreisvorsitzende der Senioren Union Stuttgart, Bernhard Herp, den Referenten des Nachmittags, Maximilian Mörseburg, und bedankte sich für dessen Kommen.
Gleich zu Beginn seiner Rede machte Mörseburg deutlich, dass es ihm bei seinem Besuch dieser Veranstaltung nicht darum gehe, einen langen Vortrag zu halten, vielmehr wolle er sich mit den Anwesenden austauschen und sich den Fragen, welche diese beschäftigen, stellen.
Nach einer kurzen Einführung, in der er seine aktuelle Situation darstellte (kein Abgeordneter und kein Berufspolitiker mehr, vielmehr Rechtsanwalt in einer Kanzlei), gab er einen kurzen Rückblick auf die Landtagswahlen in Baden-Württemberg. In diesem Zusammenhang wies er auf die Tatsache hin, dass Stuttgart nun keine Abgeordneten mehr habe. Daraus, so Mörseburg, würden sich klare Konsequenzen ergeben: Man müsse mehr auf das Ehrenamt setzen und sich mehr für Stuttgart engagieren.
Als die großen Themen der Gegenwart nannte er die Wirtschaft, das Gesundheits- und Sozialsystem, die Migration und den Extremismus. Dabei betonte er, dass die Grundlage für die Bearbeitung dieser Themen das christliche Menschenbild bleiben müsse.
Des Weiteren führte er an, dass eine Stärkung der Kommunalpolitik nötig sei und in den Bezirksgruppen durch mehr Selbständigkeit mehr vor Ort erbracht werden sollte. Ebenso forderte er mehr Unterstützung für die Vereinigungen.
Im Blick auf die Situation in Berlin stellte Mörseburg fest, dass er nicht für eine Minderheitsregierung der CDU sei, doch dürfe die CDU sich auch nicht damit erpressen lassen.“ Seine Schlussfolgerung lautete, Merz müsse härter vorgehen und dürfe sich dem Koalitionspartner nicht zu sehr anpassen.
Damit beendete er seine Ausführungen und eröffnete die Diskussionsrunde.
In einem sehr regen Austausch und mit vielen Fragen wurden noch weitere Themen angesprochen, so u.a. das Thema Bürgergeld/Grundsicherung, die „Macht“ des Handys und die Frage nach der Definition von „christlichem Menschenbild“.
Am Ende der Diskussion äußerte sich Mörseburg nochmals zum Thema „Aufgaben der Bezirksgruppen“ und wünschte sich hier eine klare Abgrenzung vom Kreisverband, da dieser mehr auf der Stadtebene tun müsse, d.h. eine „Leuchtturmfunktion“ habe.
Am Ende der Veranstaltung bedankte sich der Kreisvorsitzende der Senioren Union Stuttgart Herp mit einem Präsent nochmals bei Mörseburg für sein Kommen.