Interessante Tage im mittleren Moseltal.
Eine 4-tägige Fahrt ins Moseltal hatte Elisabeth Ehlers, Mitglied im Vorstand des Landes- und Bezirksvorstandes der CDU Senioren-Union, organisiert.
Mit dem Sonnenaufgang machten wir uns auf in Richtung Trier. Zur Mittagszeit erreichten wir die Edelstein- und Schmuckstadt Idar-Oberstein. Nach dem Mittagessen stand ein Besuch der Felsenkirche auf dem Programm. Hoch über der Stadt ist, gebaut an einem fast senkrecht aufsteigenden Felsen, ein Kirchlein zu sehen. Dieses soll, der Sage nach, gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Folge eines Fami-liendramas von „Wirich IV. von Daun-Oberstein“ errichtet worden sein.
Durch schöne Landschaften erreichten wir unser Ziel, das zentral gelegene Hotel in Trier. Zum Abendessen in einem alten Weingut, etwas außerhalb gelegen, wurde ein gut gewürztes gegrilltes Schweinehalssteak, verfeinert mit eigenem Riesling, serviert.
Eine Schifffahrt auf der Mosel ist ein Muss. 2 ½ Stunden durch viele Moselschleifen, umrahmt mit herrlichen Weinbergen in Steillagen, führte uns in das bekannte Städtchen Bernkastel-Kues, das im Herzen der Mittelmosel liegt. Die Doppelstadt verbindet die historische Altstadt von Bernkastel mit dem gegenüberliegenden Stadtteil Kues und blickt auf über 2.000 Jahre Geschichte zurück
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Bernkastel-Kues zählen der Bärenbrunnen, das Spitzhäuschen und der Karlsbader Platz mit dem Brunnen. Wir hatten genügend Zeit, die Gassen der Altstadt mit ihren prachtvollen Fachwerkhäusern zu durchstreifen, bevor wir zu einer Rundfahrt mit der Panoramabahn aufbrachen.
Über die Mosel führte der Weg in den Stadtteil Kues. Vorbei am St. Nikolaus-Hospital (Cusanusstift), der bekanntesten Sehenswürdigkeit des Stadtteils, tuckerte das Bähnle bergauf bis kurz unter die Burg Landshut. Die heutige Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und diente ursprünglich als Residenz der Trierer Erzbischöfe. Allerdings wurden vor einigen Jahren massive Reste eines römischen Kastells gefunden, das die Archäologen auf das frühe 5. Jahrhundert datieren.
Ein Tag war der ältesten Stadt Deutschlands, Trier, gewidmet. Mit dem Bau der ersten Römerbrücke gilt 17/18 v.Chr. als Gründungsdatum der Stadt Augusta Treverorum. Bis Ende des 3. Jahrhunderts n.Chr., als Trier Hauptstadt eines der vier Teile des Römischen Reichs wurde, errichteten die Römer die „Porta Nigra“, die „Barbarathermen“ und das „Amphitheater“ sowie außerhalb die „Igeler Säule“. Später ließ Kaiser Konstantin die „Konstantinbasilika“, „Kaiserthermen“ und den „Dom“ (später erweitert) errichten.
Unsere Stadtrundfahrt und der Spaziergang durch die Altstadt endeten an der Porta Nigra, die leider, aufgrund von Sanierungsarbeiten, mit einer Folie verhüllt war.
Am Nachmittag hatten alle Interessierten die Gelegenheit zu einer Führung im Dom, der alle europäischen Baustile seit der Antike auf engstem Raum vereint.
Auf der Heimfahrt unserer Reise machten wir einen ausgedehnten Aufenthalt in Cochem. Cochem als Ganzes ist vom Tourismus und Weinbau geprägt. Das Stadtbild wird von der majestätischen Reichsburg Cochem auf einem Bergkegel, hoch über der Mosel gelegen, beherrscht. Die Anlage der Reichsburg diente im Mittelalter als Zollburg und wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Nachdem sie im 17. Jahrhundert zerstört worden war, ließ sie der Berliner Kaufmann Louis Fréderic Jacques Ravené gemäß dem Geschmack der Burgenromantik in den Jahren von 1868 bis 1877 wieder aufbauen.
Nach Besichtigung der Reichsburg blieb Zeit die schöne Altstadt mit dem barocken Rathaus und dem Martinsbrunnen auf dem Markplatz zu bewundern. Auch die Gaststätten und Cafés am Moselufer mit ihren verlockenden Angeboten fanden Anklang.
Mit dem Erlebten und vielen neuen Erkenntnissen hatten wir reichlich Gesprächsstoff auf der weiteren Heimfahrt am letzten Tag. Hubert Hensler dankte insbesondere Elisabeth Ehlers für die hervorragende Organisation der Reise, unserem bewährten Busfahrer Patrik für sein ruhiges und umsichtiges Fahren und allen Teilnehmenden für die schöne Gemeinschaft auf der Reise.