Suche
Close this search box.
Bild: Hannelore Wied

Klare Forderung

Die Senioren-Union Calw nimmt sich des Themas Altersarmut an

Kreis Calw.

Jede zweite Frau, die in Baden-Württemberg neu in den Ruhestand geht, bekommt weniger als das Renten-Grundsicherungsniveau, bei den Männern ist es jeder Vierte.

Der Kreisvorsitzende Thomas Baitinger der CDU-Senioren-Union im Kreis Calw kritisiert diese Renten-Ungerechtigkeit scharf und sagt: „Jeder Mensch soll im Alter eine auskömmliche Rente bekommen.“

Aus dem Rentenreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes geht hervor, dass 2022 – 49,7 Prozent der Frauen, die neu in Rente gingen, weniger als 850 Euro im Monat bekommen, bei den Männern waren es etwa 25 Prozent.

Der Stellv. Bezirksvorsitzende Volker Noseck der Senioren-Union Nordbaden sagt dazu:

Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass in einem reichen Land wie Baden-Württemberg so viele Menschen nach einem Leben voller Arbeit im Alter an der Armutsgrenze leben.“

Das betreffe alle Menschen, insbesondere sei Altersarmut aber weiblich, so Noseck. Es muss die Frage erörtert werden: ob die gesetzliche Rente ihre Funktion als zentrale Säule der Alterssicherung noch erfüllt. Die Ursache, dass Altersarmut überwiend Frauen betrifft, liegt in der unterschiedlichen Erwerbsbiografie von Frauen.

Diese unterscheidet sich immer noch stark von einem männlichen Berufsleben, weil sie nach wie vor durch eine hohe Teilzeitquote, Kindererziehung, Hausarbeit und Pflege gekennzeichnet ist.

So meint Uta Micaela Dürig, Vorständin beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg: „Dadurch bewegen sich Rentenansprüche auf die Armutsschwelle zu oder sind sogar darunter.“

Missstand beheben

Aber nicht nur Frauen trifft das Problem mit der unzureichenden Rente, zunehmend auch Männer. Die durchschnittliche Rente von Männern in Baden-Württemberg beträgt 1.427 Euro im Monat, bei Neurentnern sind es 55 Euro im Monat weniger. Zunehmend kommen Männer mit prekären Erwerbsbiografien ins Rentenalter.

Die Christdemokraten der Senioren-Union im Kreis Calw fordern deshalb, dass die betriebliche Altersvorsorge ausgebaut und dass die Eigeninitiative der Menschen für ihre Altersvorsorge gefördert wird. Vor allem aber muss die gesetzliche Altersvorsorge ihrer Rolle als zentraler Pfeiler der Altersvorsorge wieder gerecht werden.

Die Senioren-Union Kreis Calw fordert die Ampel-Regierung auf, diesen gesellschaftlichen Missstand schnellstens zu beheben, so Thomas Baitinger.

Teilen Sie den Beitrag in Ihren Netzwerken.