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Teilnehmende beim Stammtisch der SU in Oberbalbach

Diskussionsergebnis: AFD-Gefahren aufdecken, Demokratie stärken.

5. Juni 2026
von Walter Lutz

AfD – Gefahren aufdecken, Demokratie stärken

Unter diesem Motto stand der vom Stadtverbandsvorsitzenden der Senioren-Union Lauda-Königshofen, Christian-Andreas Strube, organisierte Stammtisch in Oberbalbach.
Die Senioren-Union bekennt sich klar zur Zusammenarbeit der demokratischen Parteien und lehnt Koalitionsverträge der CDU mit der AfD ab. Die politischen Unterschiede in zentralen Fragen sind zu groß, und grundlegende Werte der CDU werden von der AfD nicht geteilt.
Beim Thema Migration vertreten wir die Auffassung, dass Straftäter sowie Personen ohne Aufenthaltsrecht Deutschland verlassen müssen. Zugewanderte Menschen, die arbeiten, Steuern zahlen und sich in unsere Gesellschaft einbringen, verdienen dagegen Anerkennung und Respekt.
Anders als die AfD setzen wir nicht auf nationale Alleingänge. Viele Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit, Handel und Migration können nur auf europäischer Ebene wirksam bewältigt werden. Die Europäische Union ist für uns eine zentrale Grundlage für Frieden, wirtschaftliche Stabilität und politischen Einfluss. Europa kann seine Interessen am erfolgreichsten gemeinsam vertreten.
Deshalb gilt für uns: Wir brauchen nicht mehr Nationalismus, sondern ein starkes Europa.
Kritisch sehen wir zudem die Kontakte zahlreicher AfD-Vertreter zu Russland. Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass die Verantwortung für den Krieg gegen die Ukraine eindeutig bei Russland liegt.
In den Parlamenten fällt die AfD häufig durch provokative Wortbeiträge und eine konfrontative politische Strategie auf, die regelmäßig zu Ordnungsrufen führt. Die zunehmende Verschärfung des politischen Klimas und die Verrohung der politischen Debatte betrachten wir mit Sorge.
Für uns gilt unabhängig von Herkunft oder kulturellem Hintergrund: Die Würde jedes Menschen ist unantastbar. Niemand darf aufgrund seiner Herkunft unterschiedlich bewertet werden.
Entscheidend bleibt jedoch, dass die Regierungskoalition in Berlin die Probleme der Bürger erfolgreich löst. Gelingt dies, wird auch die Zustimmung zur AfD wieder zurückgehen.
Dafür sind tragfähige Kompromisse notwendig. Meinungsverschiedenheiten sollten innerhalb der Koalition geklärt werden, bevor gemeinsame Positionen öffentlich vertreten werden. Persönliche Ansichten einzelner Politiker dürfen nicht die gemeinsame Linie überlagern.
Auch wir Bürger können einen Beitrag leisten, indem wir politische Aussagen sachlich prüfen und konstruktiv über erfolgreiche politische Entscheidungen diskutieren.
Die AfD profitiert heute auch davon, dass zahlreiche politische Probleme über Jahre hinweg nicht ausreichend gelöst wurden. Hinzu kommen starke politische Polarisierungen. Die aktuelle Zustimmung zur AfD ist jedoch kein unumkehrbarer Trend. Politische Mehrheiten verändern sich, wenn Regierungen Probleme wirksam lösen und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.

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